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Beratung für Auftraggeber im öffentlichen und privaten Sektor

Ausschreibung Sicherheitsdienst
fachlich vorbereitet

Wir entlasten Ihre Fachabteilung bei der Vorbereitung, verhindern die typischen Fehler in der Leistungsbeschreibung und bringen belastbare Marktkenntnis in Ihre Vergabe.

Was eine gute Ausschreibung Sicherheitsdienst ausmacht — und was schiefgehen kann

Bei der Beauftragung von Sicherheitsdiensten zeigen sich Qualitätsprobleme oft erst im laufenden Betrieb: Schichten sind nicht oder nur teilweise besetzt, eingesetzte Kräfte verfügen nicht über die geforderte Sachkunde nach § 34a GewO, die Personalfluktuation beim Dienstleister ist hoch, Verständigungsprobleme behindern den Dienstablauf. Diese Probleme sind selten Zufall — sie haben fast immer ihre Wurzel in der Ausschreibung.

Hinzu kommt: Das Vergabeverfahren selbst muss strukturiert und dokumentiert werden — von der Bedarfsanalyse über die Leistungsbeschreibung bis zur Bieterbewertung und Zuschlagsentscheidung. Jede dieser Phasen bindet Kapazitäten in der Beschaffungsstelle und der Gebäudeverwaltung, die parallel ihr Tagesgeschäft bewältigen muss.

Das lässt sich vermeiden.

Drei Gründe, warum wir beauftragt werden

01

Entlastung der Fachabteilung

Die Vorbereitung einer Ausschreibung Sicherheitsdienst — inklusive Bedarfsanalyse, Personalkalkulation, Leistungsverzeichnis, Eignungs- und Sachkundeanforderungen, Vertragsstrukturierung und Vergabeunterlagen — kostet in der Regel mehrere hundert Stunden Fachkapazität. Wir übernehmen diese Vorbereitungsarbeit in modularer Form, nach Ihrem Bedarf. Die Entscheidung bleibt bei Ihnen; die aufwendige Detailarbeit machen wir.

02

Qualitätssicherung in der Leistungsbeschreibung

Die häufigsten Probleme im laufenden Sicherheitsdienst-Vertrag — unbesetzte Schichten, mangelhafte Sachkunde, fehlende Dokumentation der Streifengänge, nicht eingehaltene Reaktionszeiten, unklare Zuständigkeiten zwischen Dienstleister und Auftraggeber — entstehen nicht beim Vertragsabschluss, sondern später, weil die Leistungsbeschreibung Lücken hatte oder die Eignungsanforderungen zu allgemein formuliert waren. Unsere Leistungsbeschreibungen sind so aufgebaut, dass klar ist, welche Dienstposten wann in welcher Qualifikation zu besetzen sind, wie Schichtdokumentation und Eskalationswege geregelt werden, wie Schlechtleistung sanktioniert wird. Diese Lücken vermeiden wir konsequent, weil wir sie aus vielen Verfahren kennen.

03

Marktkenntnis und Kalkulationsverständnis

Wir begleiten seit Jahren Ausschreibungen im Bereich der Gebäudedienstleistungen und verstehen, wie Sicherheitsdienstleister kalkulieren: welche Personal- und Tarifkosten realistisch sind, wo Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsdienst korrekt angesetzt werden, welche Bieter-Kalkulationen tragfähig sind und welche im Betrieb scheitern. Diese Kenntnis bringen wir in die Wertung der Angebote ein — ohne Empfehlungen für oder gegen einzelne Bieter, aber mit einer fachlichen Einschätzung, welche Angebote belastbar sind.

Unsere Leistungen — modular buchbar

Sie entscheiden, welchen Teil des Prozesses Sie in eigene Hand nehmen und wo Sie uns hinzuziehen. Die folgenden Bausteine sind einzeln oder kombiniert beauftragbar.

01

Bedarfsanalyse und Konzepterstellung

Systematische Erfassung der zu schützenden Liegenschaften nach Risikoklassen, Nutzungsprofilen und Betriebszeiten. Ableitung des konkreten Sicherheitsbedarfs: welche Dienstposten zu welchen Zeiten in welcher Qualifikation besetzt sein müssen. Bewertung der aktuellen Schutzkonzepte und Identifikation von Optimierungspotenzialen.

02

Leistungsbeschreibung und Leistungsverzeichnis

Erstellung einer differenzierten Leistungsbeschreibung mit klarer Trennung von Empfangs- und Pförtnerdiensten, Objekt- und Werkschutz, Revierdienst und mobiler Streife, Veranstaltungsschutz sowie Sicherheits- und Zutrittskontrolle. Das Leistungsverzeichnis wird so strukturiert, dass Bieter vergleichbare Personalkalkulationen abgeben — inklusive korrekter Tarifeingruppierung und Zuschläge für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsdienst.

03

Vergabeunterlagen und Verfahrensbegleitung

Unterstützung bei der Zusammenstellung der vollständigen Vergabeunterlagen, fachliche Mitwirkung bei der Entwicklung der Eignungs- und Zuschlagskriterien sowie der Wertungsmatrix. Fachliche Begleitung des Verfahrens bis zur Zuschlagsentscheidung — einschließlich Bieterkommunikation, Angebotsbewertung und fachlicher Einschätzung. Besondere Beachtung erfahren bei Sicherheit die Eignungsnachweise: Bewachungserlaubnis nach § 34a GewO, Pflichthaftpflicht nach BewachV, Sachkunde- und Führungszeugnis-Nachweise der einzusetzenden Kräfte.

04

Vertragsmitwirkung mit Qualitätssicherungs-Mechanismen

Fachlicher Beitrag zum Vertragsdokument — damit es Themen wie Schichtdokumentation, Reaktionszeiten, Sanktionsregelungen bei nicht besetzten Diensten, Anpassungsmechanismen für Schichtbedarfs-Änderungen und klare Zuständigkeiten für Ansprechpartner praxisbezogen enthält. Berücksichtigung der tariflichen Bindungen (BDSW-Tarifverträge je Bundesland) und der sich daraus ergebenden Kalkulationsgrundlagen.

05

Qualitätsmessung und Abnahme

Definition messbarer Qualitätskriterien nach DIN 77200 und nach den fachlichen Anforderungen Ihrer Liegenschaften: Schichtbesetzungsgrad, Reaktionszeiten bei Vorfällen, Vollständigkeit der Schichtdokumentation, Sachkundenachweise. Aufbau von Kontrollroutinen, die im laufenden Vertrag praktikabel sind und den Abnahmeprozess im Alltag nicht ausufernd gestalten.

06

Soziale Kriterien und Mitarbeiterbedingungen

Integration sozialer Standards in die Leistungsbeschreibung: tarifliche Vergütung, Bekleidungsstellung, angemessene Schichtgestaltung, Sprachanforderungen für eingesetzte Kräfte. Diese Anforderungen können als Zuschlagskriterien gewichtet oder als verbindliche Mindestanforderungen formuliert werden, je nach Ihrer Priorisierung. Zusätzlich: ökologische Aspekte bei eingesetzten Streifenfahrzeugen und Bewachungs-Infrastruktur.

07
Über den Zuschlag hinaus

Qualitätssicherung und Bestandsbetreuung

Die Begleitung endet nicht mit dem Zuschlag. Wir unterstützen bei Schichtkontrollen im laufenden Vertrag, bei Auswertung der Schichtdokumentation, bei der Behandlung von Vorfallsmeldungen und bei der strukturierten Eskalation im Falle wiederkehrender Schlechtleistung. So bleibt der Vertrag über die gesamte Laufzeit tragfähig, und Nachbesserungen erfolgen geplant statt reaktiv.

Beratungsweg

Sanierungsmandate — wenn bestehende Verträge nicht mehr tragen

Ein häufiger Anlass für unsere Beauftragung sind nicht Erstausschreibungen, sondern bestehende Verträge, die nicht mehr tragen: Schichten werden nicht zuverlässig besetzt, die Personalfluktuation beim Dienstleister ist hoch, eingesetzte Kräfte verfügen nicht über die geforderte Sachkunde, Kommunikation mit dem Auftragnehmer wird zunehmend schwieriger.

In diesen Fällen führen wir eine Vertragsanalyse durch, identifizieren die Ursachen der Schwierigkeiten und entwickeln ein Vorgehen — das von einer Nachbesserung im bestehenden Vertrag bis zu einer vollständigen Neuausschreibung reichen kann. Ziel ist eine Ausgangslage, die für die nächsten Jahre trägt.

Die Sanierung bestehender Verträge ist ein eigenständiger Beratungsweg — für öffentliche und private Auftraggeber gleichermaßen.

Fachliche Tiefe

Fachliche Besonderheiten der Sicherheitsdienstleistungen

Die Ausschreibung Sicherheitsdienst unterscheidet sich von anderen Dienstleistungs-Ausschreibungen durch mehrere fachliche Eigenheiten, die wir in der Leistungsbeschreibung und im Vertrag berücksichtigen:

Sachkunde nach § 34a GewO

Jede eingesetzte Sicherheitskraft benötigt die Unterrichtung oder die Sachkundeprüfung nach § 34a Gewerbeordnung. Wir formulieren die Eignungsanforderungen so, dass die Nachweise vor Dienstantritt vorliegen müssen, und gestalten die Vertragsklauseln entsprechend.

Tarifbindung und Mindestlohn

Die BDSW-Tarifverträge sind je Bundesland unterschiedlich und nicht allgemeinverbindlich — der branchenspezifische Mindestlohn ist jedoch über die Mindestlohnverordnung Sicherheitsdienste verbindlich. Wir berücksichtigen die daraus folgenden Mindestbedingungen in der Leistungsbeschreibung und in der Bewertung der Angebotskalkulationen.

Schichtbetrieb und Zuschlagslogik

Sicherheitsdienste werden häufig im 24/7-Schichtbetrieb erbracht — mit unterschiedlichen Zuschlägen für Nacht-, Sonntags- und Feiertagsdienst. Diese Kalkulationsbestandteile müssen in der Leistungsbeschreibung sauber gefasst sein, damit Bieter realistische und vergleichbare Angebote abgeben.

Eignungsnachweise nach BewachV

Bewachungserlaubnis nach § 34a GewO, Pflicht-Haftpflichtversicherung gemäß Bewachungsverordnung, Führungszeugnisse der einzusetzenden Kräfte — diese Nachweise sind keine Formalie, sondern entscheidend für die Eignung. Wir formulieren die Anforderungen so, dass sie im Verfahren nachprüfbar sind.

DIN 77200 als Bezugsrahmen

Die DIN 77200 <em>„Anforderungen an Sicherheitsdienstleistungen"</em> gibt den Rahmen für Qualitätsstandards vor — von der Personalauswahl bis zur Dokumentation. Wir nutzen diese Norm als Bezugsrahmen, passen die konkrete Ausgestaltung aber an Ihre Liegenschaften an.

Häufige Fragen

FAQ zur Ausschreibung

Was muss eine Ausschreibung für Sicherheitsdienstleistungen zwingend enthalten?

Ein Anforderungsprofil für das eingesetzte Personal, Qualifikationsnachweise (z.B. nach §34a GewO), Liegenschaften- und Objektbeschreibungen, Reaktionszeiten sowie Dokumentations- und Berichtspflichten. Ohne prüfbare Qualitätskriterien entscheidet am Ende allein der Preis.

Wann ist ein Sicherheitskonzept vor der Ausschreibung erforderlich?

Bei sensiblen Liegenschaften (Behörden, Krankenhäuser, Bildungseinrichtungen) ist ein Sicherheitskonzept vor der Ausschreibung dringend empfehlenswert. Es definiert Schutzziele, Präsenzzeiten und Anforderungen — und bildet die Grundlage für eine sachgerechte Leistungsbeschreibung.

Welche Vergabeart ist für Sicherheitsdienstleistungen typisch?

Oberhalb der EU-Schwellenwerte kommt in der Regel das Nicht offene Verfahren nach VgV zum Einsatz. Unterhalb dieser Schwelle bietet die UVgO mehr Flexibilität. Die Wahl der Vergabeart hängt vom Auftragswert und den haushaltsrechtlichen Vorgaben des Auftraggebers ab.

Wie lange läuft ein typischer Sicherheitsdienstvertrag?

Üblich sind Laufzeiten von 2–4 Jahren, häufig mit Verlängerungsoption. Kürzere Laufzeiten erhöhen den Vergabeaufwand, längere verringern die Flexibilität bei Qualitätsproblemen. Eine sorgfältige Qualitätssicherungsvereinbarung ist daher unabhängig von der Laufzeit unverzichtbar.

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